Posterous theme by Cory Watilo

Wahrnehmung / einen unbekannten Gott

Wahrnehmung

Als Paulus nach Athen kam, hielt er sich in der Stadt auf, und nahm die Lebensweise, Kultur und Rituale der Bewohner wahr. Dabei stieß er überraschenderweise auf den Altar für einen unbekannten Gott. Darin erkannte er einen Hinweis auf seinen Gott, worüber er anschließend auf dem Areopag sprach.

Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte:

Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: einem unbekannten Gott. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art. Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.

Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.

Apostelgeschichte 17,22-32

Auch wir sind umgeben von einer Kultur, in der sich Hinweise auf Gott finden. Um diese zu entdecken ist ein Einlassen auf die Kultur erforderlich. Mit Hilfe eines kleingedruckten Textes und einer Lupe wollen wir unseren Blick schärfen.


Das war die Stationsbeschreibung. Das Bild stammt von Judith (flickr-Stream).